Verfügt das Haus über ein zweischaliges (oder auch mehrschaliges) Mauerwerk, lässt sich der vorhandene Luftzwischenraum für eine sogenannte Kerndämmung, auch Einblasdämmung genannt, nutzen. Bei dieser Variante der Fassadendämmung werden je nach gewähltem Dämmstoff spezielles Granulat, Flocken oder Perlen zwischen die Wandschalen geblasen oder geschüttet. Beachten müssen Hausbesitzer, dass ausreichend Hohlraum zur Verfügung steht, um den Wärmeschutz der Fassade zu verbessern. Mindestens fünf Zentimeter Luftzwischenraum zwischen den Wandschalen sollten zur Verfügung stehen, damit die Fassadendämmung die gewünschte Dämmwirkung zeigt. Mit zehn Zentimetern Luftzwischenraum und einem hochwertigen Dämmstoff lässt sich ein gutes Ergebnis bei der Kerndämmung erzielen. Bevor der Fachmann mit der Kerndämmung loslegt, sollte die Fassade auf Schäden untersucht und die Eignung für eine Kerndämmung geprüft werden. Feuchtigkeitsschäden und Risse im Mauerwerk müssen vorher beseitigt werden. Darüber hinaus wird untersucht, ob Verunreinigungen die Wirkung der Fassadendämmung beeinträchtigen können. Sind zu viele Schuttreste oder Mörtelbrocken im Zwischenraum, kann der Dämmstoff nicht lückenlos verteilt werden, Wärmebrücken können die Folge sein. Das eigentliche Prozedere der Kerndämmung ist genauso schnell erklärt wie erledigt: In der Regel dauert diese Art der Fassadendämmung nicht länger als einen Tag. Der beauftragte Fachmann bringt kleine Bohrlöcher in der äußeren Schale der Außenwand an. Durch diese Löcher wird der Dämmstoff eingeblasen und so weit verdichtet, dass er sich später nicht mehr setzen kann. Nach der Dämmung werden die Bohrlöcher in der Fassade mit Mörtel wieder verschlossen.

Dabei hat man die Wahl – je nach Bedarf – zwischen verschiedenen Ausführungen. Es gibt Schwing-Fenster, die sich zum Lüften aufklappen lassen. Sie sind besonders geeignet für Bereiche, deren Zugang durch Möbel beschränkt ist. Das Klappflügelfenster hingegen lässt sich nach aussen aufklappen und gewährt freien Zugang, da es nicht in den Raum hineinragt. Ausserdem gibt es noch Lösungen wie das Panoramadachfenster, das Cabrio-Dachfenster und das Dachbalkon-Fenster. Die Hauseigentümer haben bei der Wahl der Dachfenster auch noch die Optionen, zwischen zweifach-verglasten und dreifach-verglasten Fenstern zu wählen, wobei zweifach-verglaste Dachfenster im Schnitt etwa 100 bis 200 Franken günstiger sind. Hinzu kommen dann noch Kosten für den Einbau der Fenster, sodass man für ein Dachfenster mit Einbau mit Kosten in Höhe von 3000 Franken rechnen muss. Planen Sie in naher Zukunft grössere Sanierungsmassnahmen an Ihrem Haus, dann sollten Sie sich unbedingt über die lokalen und staatlichen Fördermöglichkeiten informieren. So wird zum Beispiel die Dachsanierung im Rahmen des Bauprogramms von der Schweiz gefördert. Ausserdem gibt es noch weitere Förderprogramme der einzelnen Kantone. Gerät etwa eine Mülltonne in Brand, die nah an einer Fassade steht, können die Flammen leicht auf die Kunststoffmatten an der Hauswand übergehen. Das passierte 2011 in Delmenhorst, nachdem Jugendliche dort Abfall ansteckten – fünf Häuser standen am Ende in Flammen. Ein Fassadenfeuer kann sich rasch ausbreiten, weil durch die Hitze höher gelegenes Polystyrol schmilzt und nach unten Richtung Flammen tropft. Tim Wackermann, Sachverständiger für vorbeugenden Brandschutz in Hamburg. Und obwohl ein Brand eigentlich an der Fassade wüte, könnte er über die Fenster leicht in die Wohnungen übergehen. Damit das Styropor nicht so leicht Feuer fängt, verwenden Hersteller spezielle chemische Flammschutzmittel. In die Kritik geraten war dabei das giftige HBCD. Es war bei voll entwickelten Bränden wirkungslos. Zudem entsteht bei der Verbrennung von HBCD hochgiftiges Dioxin, das für Retter und Hausbewohner zusätzlich zur Gefahr werden kann. Seit Frühjahr 2016 ist es aber bis auf wenige Ausnahmen verboten. Beim Grenfell Tower sollen die Fassade mit Aluminium-Verbundplatten mit einem Polyethylen-Kern verkleidet gewesen sein, berichtet der „Guardian“. Auch dieses Material steht in der Kritik, gilt als brennbar. Auch hier kann der geschmolzene Kunststoff heruntertropfen und sich der Brand rasch in beide Richtungen ausbreiten.

Sie ist Biodesignerin und Fraunhofer UMSICHT in der Abteilung für Nachhaltigkeits- und Ressourcenmanagement und in der DEZENTRALE Dortmund, einer offenen Werkstatt des Instituts für gemeinschaftliche Projekte zu Zukunftsfragen im urbanen Raum. Eines der Spezialgebiete von Julia Krayer ist die Forschung an pilzbasierten Materialien zur Entwicklung von Verfahren, mit denen sich diese zu Werkstoffen weiterverarbeiten lassen. Ihr Ansatz: Die Pilzwurzeln werden zunächst mit einem Nährboden aus biologischem Abfall wie Kaffeesatz, Stroh und Buchenspänen vermischt. „Nach zwei bis drei Wochen durchziehen die Myzelien-Fäden das gesamte Substrat und bilden so eine feste Struktur, die anschließend zerkleinert wird“, erläutert die Biodesignerin. Das zerbröselte Pilzmaterial lässt sich nun in jede beliebige Form pressen, in der es dann verhärtet und im Ofen getrocknet wird. „Das auf diese Weise entstehende Material hat sehr gute Dämmwerte und macht es somit zu einer Alternative zu Styropor“, sagt sie. Gepresst erreicht das Material außerdem einen Härtegrad ähnlich wie Sperrholz, wodurch es etwa für den Möbelbau verwendet werden kann. Auch als Schallabsorber kann es verwendet werden. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Pilzbasierte Materialien können eine nachhaltige und kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Produkten im Werk- und Baustoffbereich sein. Neben den Pilzen werden als Ausgangsstoffe lediglich Abfälle aus der Lebensmittelproduktion verwendet. All das ist nicht zuletzt gut fürs spätere Recycling des Materials. Zwischenprodukt aus Julia Krayers Forschung ist eine Art Pulver, das sich in jede beliebige Form pressen lässt. Im Bild dann das, was entstehen kann: Prototyp einer Dämmplatte. Das Myzelien-Material besitzt dämmende und schallabsorbierende Eigenschaften und ist stabil wie Sperrholz. Das weiße Pilzmyzel wächst durch das Substart. Die einzelnen „Wurzeln“ nennt man Hyphen, die in ihrer Gesamtheit das Myzel bilden. Im Hintergrund: die Zuchtsäcke mit Substat.

Feuchteeintrag durch Warmluft von innen ausgeschlossen. Was für kalte Außenluft gilt, trifft auch auf die feuchtwarme Innenluft zu, die sogenannte „Konvektion“. Durch Konvektion wird bis zu 1.000 mal mehr Feuchtigkeit in Dämmschichten eingebracht als durch Diffusion (Feuchtewanderung durch Materialien ohne Luftbewegung). Bei fachgerecht (d.h. mit der erforderlichen Dichte) eingeblasener Zellulose geht das nicht. Schall- und Geruchsdämmung. Durch die Winddichtung ist das Bauteil auch gegen Schall- und Geruchsübertragung erheblich dichter. Feuchtemanagement. Zellulose ist wesentlich saugfähiger als Mineralwolle und verteilt – wie ein Löschblatt – auch lokal und konzentriert eingebrachte Feuchte im gesamten Dämmkörper, bis überall die gleiche Feuchtigkeit vorliegt. Sobald die Feuchtigkeit in der Dämmschicht der Feuchte in der Raumluft darunter gleicht, nimmt sie kein Wasser mehr auf, weil die sog. „Ausgleichsfeuchte“ erreicht ist. Das berüchtigte Auskondensieren von Wasser an der Kaltseite der Dämmschicht gibt es bei einer hohlraumfreien Zellulosedämmung daher nicht.Auf ersten Anschein mag es paradox wirken – der saugfähige („sorbtive“) Dämmstoff soll das Dach besser trockenhalten? Im Neubau ist die Kerndämmung die richtige Wahl für Bauherren, die die hohe Robustheit eines zweischaligen Mauerwerks mit hochwertigem Wärmeschutz verbinden wollen. Doch Vorsicht: Die Fassade eines zweischaligen Mauerwerks ist extrem langlebig, sodass die Dämmwirkung der Kerndämmung so gewählt werden sollte, dass sie auf lange Sicht hohe energetische Standards erfüllt. Eine Kerndämmung lässt sich nicht in beliebiger Dicke einbauen, denn der Zwischenraum, zwischen den beiden Mauerschalen, ist durch die gängigen Baunormen begrenzt. Erlaubt sind derzeit 150 Millimeter. Weitere Schalungsabstände bis zu 200 Millimetern benötigen eine gesonderte bauaufsichtliche Zulassung. Dämmstoffe einer entsprechend guten Wärmeleitstufe (WLS) ermöglichen allerdings bereits bei dem normativ zugelassenen Schalungsabstand sehr niedrige Wärmedurchgangswerte, die die gesetzlichen Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllen. Mit einem erweiterten Schalungsabstand lässt sich diese Wirkung dann noch einmal verbessern. Wie bei der nachträglichen Kerndämmung im Einblasverfahren müssen auch beim Neubau die Dämmstoffe dauerhaft wasserabweisend (hydrophob) sein. Da die Dämmung allerdings direkt in die Wand eingebaut wird, bieten sich hier Dämmplatten aus Hartschaumstoff oder Dämmvliese aus Mineralwolle an. Beim Bau wird die Dämmung mit Ankern, die in die Querfugen des Mauerwerks eingelassen sind, fixiert. Diese Befestigung ermöglicht es, die Kerndämmung auch in hinterlüfteter Form einzubauen. Das bedeutet, dass zwischen Dämmung und Verblendmauerwerk wie bei der hinterlüfteten Vorhangfassade eine schmale Luftschicht bestehen bleibt, die eventuell auftretende Feuchtigkeit abführen kann. Bei den heutigen Systemen zur Kerndämmung ist diese Hinterlüftung allerdings nicht mehr zwingend erforderlich.

Lesen Sie hier mehr über die vielfältigen Vorteile unserer Einblasdämmstoffe. Welche Dämmwerte erreicht Steinwolle-Einblasdämmung? Wir vertreiben zur Zeit als einziger Anbieter in Deutschland Steinwolleflocken mit einem 034 Dämmwert. Der Nennwert der Wärmeleitfähigkeit des Produkts Paroc BLT 1 liegt bei 65kg/m3 Einblasrohdichte bei 0,034 W/mK. Die Einblasdämmstoffe Paroc BLT 5 und Paroc BLT 7 erzielen mit sehr niedrigen Rohdichten beim Nennwert der Wärmeleitfähigkeit die Marke 0,037 W/mK und zählen damit ebenfalls zu den Premium Einblasdämmstoffen. Haben Sie auch andere Dämmstoffe, wie z.B. Glaswolleflocken, Zelluloseflocken oder EPS Granulat, im Programm? Ja, seit November 2017 bieten wir für das Hohlmauerwerk auch die Glaswolle-Einblasdämmung Ursa Pure Floc KD 034 an. Zudem können Sie seit April 2017 die Zellulose der Marke Thermocel bei uns kaufen. Thermocel Zellulose Einblasdämmung ist ein Naturdämmstoff als Altpapier und für den Einbau in Holzrahmenbauteilen geeignet. Idealerweise können Sie damit Ihren Dachboden, Dachschrägen oder Holzrahmenwände dämmen. Die Einbaudichte liegt je nach Einbauort zwischen 30 und 50 kg/m3. Die kapillare Trocknungsfähigkeit löst das scheinbare Diffusionsproblem auf. Daher lautet das eindeutige Fazit: Die diffusionstechnisch begründeten Befürchtungen vor unbelüfteten Dämmungen lassen sich in der Praxis nicht bestätigen. Fachgerechte Volldämmungen werden nicht feucht! Dies bestätigen die langjährigen Beobachtungen auch der Fachvereinigung Hyperdämm- Technik. Mit Kerndämmung verfüllte Luftschichten ohne jede Lüftungs- oder Entwässerungsöffnung bleiben auch nach zwei Jahrzehnten völlig ohne Beanstandung. Mineralwollflocken und -granulat sind insbesondere in Nachbarländern weit verbreitet. Hierbei sind bedeutend mehr Einblasöffnungen anzubringen, um Fehlstellen zu vermeiden. Perlite stellen in Norddeutschland den weit überwiegenden Anteil der Stoffe für nachträgliche Kerndämmung. Bedenken an der Dauerhaftigkeit von deren Hydrophobierung haben die anwesenden Produktvertreter klar zurückgewiesen. Bei organischen Erzeugnissen wie Korkgranulat hingegen kann eine Schimmelbildung im feuchten Hohlraumklima nicht ausgeschlossen werden, doch liegen zu diesem Material keine weiteren Erkenntnisse vor. Der insgesamt schlechte Ruf der Kerndämmung wurde schon in den letzten Jahren gewiss auch durch viele „Garagenunternehmen“ verursacht, die ohne fachliche Qualifikation unzählige Kerndämmungen durch Einblasen von Ortschaum vorgenommen haben. Variante wurden viele mangelhafte Dämmungen und Schadensauswirkungen bekannt. Sie spielt heute auf dem Markt keine Rolle mehr. Dämmung im Luftspalt eines zweischaligen Mauerwerks kann genauso beurteilt werden hinsichtlich verbleibender Wärmebrücken wie ein Außendämmsystem. Dafür gilt, dass das Temperaturniveau der gesamten innenliegenden Bauteilschichten einschließlich der Wärmebrücken angehoben wird. Das Schimmelrisiko wird auch an durchstoßenden massiven Wärmebrücken wie Ankersteinen oder Balkonplatten gegenüber der vorherigen Situation erheblich reduziert. Der Frage, ob sich das Kondensationsgeschehen nun nicht viel schärfer auf einen klein begrenzten Bereich konzentriere, muß mit einer Gegenfrage beantwortet werden: Wird eine kalte Flasche auf dem Esstisch feuchter, als stünde da ein ganzer Kasten voller Flaschen?